1. Spieltag: SV Röchling Völklingen – TuS 3:2

29.07.2017:

Blamable Auftaktvorstellung

Erster Spieltag, auswärts beim SV Röchling Völklingen, der als OL-RLP/S-Zweiter über die Qualifikationsrunde den Aufstieg in die RL geschafft hatte. 

Bereits nach elf Minuten ging die TuS durch einen Elfmeter in Führung – Kevin Lahn wurde im Strafraum gefoult. Andreas Glockner traf zur 1:0-Führung. In der Folgezeit sah man vielfache Bemühungen der TuS, die Führung auszubauen, u.a. durch Glockner, Stahl, Lahn und Bozic. Die beste Chance hatte Bozic aus spitzem Winkel – doch er setzte den Ball wieder vorbei… Von den Völklingern gab es bis dahin keine nennenswerten Aktivitäten gegen das Koblenzer Tor, doch in den letzten fünf Minuten vor der Pause änderte es sich schlagartig. Die TuS spielte „Sommerfußball“ und wurde kalt erwischt. Erst ein Pfostenschuß, dann konnte TuS-Keeper Keilmann den Ball noch über die Latte lenken. Zwei Minuten Nachspielzeit wegen Trinkpause hatten es dann in sich – ein Freistoß knallte an den Pfosten, wo Völklingens Kapitän Weber den Abpraller dann ins Tor drückte zum Ausgleich (45.min.+1). Anstoß für die TuS, der Ball geht verloren und über außen kommt Völklingens Ivana, der den Ball mit einem Kunstschuss im Toreck versenkt (45.min.+2). Statt die Führung auszubauen, liegt die TuS dank Unachtsamkeit zurück.

Die zahlreichen TuS-Fans erwarteten eigentlich, dass die Mannschaft nach einer entsprechenden Ansprache von Trainer Sander nun endlich wach sein würde und – zumindest – den Ausgleich erzielen würde. Doch gefehlt – keine 10 min.  nach Wiederanpfiff das 3:1 der Hausherren. Zimmermann geht ungestört durch und trifft! Die TuS wurde nun wach und versuchte, das Spiel wieder zu drehen. Die 60.min. hatte es dann in sich: nach einem Eckball wurde André Marx ganz klar von Weber zu Fall gebracht, doch der Schiedsrichter reagierte nicht. Glockner, der aufgrund einiger ungeahndeter Fouls an ihm bereits seit der ersten Halbzeit seine Probleme mit dem Schiedsrichter hatte, beschwerte sich erst lautstark beim Linienrichter, der von allem gar nichts gesehen haben wollte. Dem Schiedsrichter jedoch reichte Glöckners Meckerei und gab ihm Gelb. Statt dann einfach mal die Klappe zu halten, machte sich Glockner weiterhin lautstark Luft. Konsequenz war die sofortige Gelb-Rote Karte für ihn. Ein Spieler mit solch einer Erfahrung sollte eigentlich wissen, dann man nach einer Gelben Karte still sein soll, um den Schiedsrichter nicht weiter zu provozieren. Stattdessen schwächte er durch seinen Platzverweis die Mannschaft – die Völklinger kamen fast zum 4:1. 

Spannend wurde es, als in der 75.min. Marx im Fünfmeterraum per Fallrückzieher das 2:3 markierte. Nun drückte die TuS trotz Unterzahl auf den Ausgleich, und wieder war es Bozic, der die beste Chance dazu hatte, doch übers Tor ballerte… Wenn man in Unterzahl auf Angriff umschaltet, kann es natürlich passieren, dass der Gegner mit schnellen Kontern antwortet. TuS-Keeper Keilmann musste innerhalb von Sekunden zwei Torchancen der Völklinger abwehren. Und dann war auch der Arbeitstag für Gus-Verteidiger von der Bracke beendet – er sah 3 min. vor Spielende Rot wegen Notbremse. Und trotzdem wäre fast noch der Ausgleich gefallen durch den eingewechselten Erik Wekesser sowie durch einen Kopfball von Marco Müller. Doch es sollte nicht mehr sein.